Daten & Fakten

 

Blaustein-See
Die künstliche Entstehung des Blaustein-Sees ist dem Braunkohletagebau zu verdanken. Die vorübergehenden Eingriffe in die Landschaft und die darauf folgende Rekultivierung der Tagebaue Zukunft und Zukunft-West boten die Möglichkeit, im Norden von Eschweiler das Tagebaurestloch mit Sümpfungswasser zu füllen und so ein Naherholungsgebiet zu schaffen, das Natur- und Wassersportbegeisterte der gesamten Region anzieht.

 

Natur rundum
Rund um den Blaustein-See ist ein Grüngürtel mit einer Breite bis zu 130 Metern entstanden. Laubbäume, Sträucher, Wiesen und ökologisch selbständige Flächen begleiten die 6 Kilometer langen Wanderwege.

Schlangengrabental
Nördlich des Blaustein-Sees sind in einer 3,5 km langen und zwischen 150 und 400 Meter breiten Mulde - dem Schlangengrabental - feuchte und wechselfeuchte Biotope angelegt worden. Ökologisch selbständig, also ohne menschlichen Einfluss, soll sich das Gebiet entwickeln. Auf den Böschungen wächst ein junger Wald heran.
Das Tal nimmt heute nur Regenwasser von den umliegenden Feldern auf und leitet es nach Norden in die naturnah gestalteten Überlaufbecken weiter.

 

 

Daten & Fakten

 

1982
Gründung der "Freizeitzentrum Blaustein-See GmbH" als kommunale Trägergesellschaft der Kommunen Aldenhoven, Alsdorf, Eschweiler, Stolberg und Würselen.
Der "Eschweiler See" wird umbenannt in "Blaustein-See", adaptiert von der alten Bezeichnung "Am blauen Stein" für das Flurstück nördlich von Eschweiler.
Ebenfalls in diesem Jahr wird eine "Interessengemeinschaft Blaustein-See" gegründet.

 

1987
Zwischen Eschweiler und Aldenhoven werden im Tagebau Zukunft-West die letzten 350 Mio. Tonnen Braunkohle gefördert. Parallel beginnt eine vielseitig nutzbare und ökologisch wertvolle Rekultivierung.

 

1994
Der letzte Absetzer der damaligen Rheinbraun AG verläßt im Frühjahr den Tagebau Zukunft-West. Die 23 Quadratkilometer große Abbaufläche der Tagebaue Zukunft und Zukunft-West sind fast vollständig rekultiviert.
Am 5. Oktober 1994 beginnt die Befüllung des Tagebaurestlochs mit Sümpfungswasser von Rheinbraun. Pro Sekunde fließen etwa 200 Liter Wasser in den See.

 

1997
Die 1982 gegründete "Interessengemeinschaft Blaustein-See" geht in dem neu gegründeten Verein "Verband der wassersporttreibenden Vereine Blaustein-See 1997 e.V." auf

 

2000
Die Errichtung eines kleinen Containerdorfs mit einem Restaurationsbetrieb sorgt für erstes "Leben" am Blaustein-See.

 

August 2000
Offizielle Eröffnung des Naherholungsgebietes Blaustein-See

 

2002
Die wassersporttreibenden Vereine bauen die Steganlage.

 

2003
Trotz eindeutiger Verbote und Hinweisschilder kommt es wiederholt zu wildem Grillen, Baden und Betreten der Naturschutzzonen, so dass ein privater Sicherheitsdienst mit der Patrouillie rund um den Blaustein-See ab August 2003 beauftragt werden muss.

 

2004
Erst im Sommer 2004 wird ein Teil des Sees zum Schwimmen freigegeben.
Der Blaustein-See ist biologisch jung und daher noch nicht stabil. Die Fauna und Flora befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Erste kleine Fischschwärme haben sich im See angesiedelt. Im Uferbereich breiten sich erste Wasserpflanzen aus.

 

2005
Der Blaustein See erfreut sich wachsender Beliebtheit, steigende Besucherzahlen sind hierfür ein eindeutiges Indiz. Anlässlich des Weltjugendtages in Köln veranstaltet der Malteserorden das XXII. internationale Behindertencamp in Eschweiler. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde im Bereich des zukünftigen See-Zentrums ein öffentliches Picknick mit über 400 Teilnehmern durchgeführt.

 

2006
Aufgrund der stetig steigenden Besucherzahlen kommt es immer wieder zu Problemen mit wildem Müll, durch die Freizeitzentrum Blaustein-See GmbH wird eine Arbeitsgruppe zur Müllbeseitigung eingesetzt. Schüler und Lehrer der Grundschule Dürwiß pflanzen von einem Sponsor gestiftete Bäume. Planungen des See-Zentrums werden weiter fortgeführt.

 

2007
Erster Spatenstich im Bereich See-Bühne Ende Oktober 2007; der Rundwanderweg um den See wird ausgeschildert. Erfreuliches für die Wassersportler, insbesondere für die Badegäste am Blaustein See: laufende Wasseranalysen bestätigen, dass die Wasserqualität des Sees hervorragend ist.

 

2008
Fertigstellung der See-Bühne mit Tribüne mit anschließender feierlicher Eröffnung der Seebühne durch den Bürgermeister Rudi Bertram. Beginn des 2. Bauabschnittes, des See-Zentrums. Im Mittelpunkt des See-Zentrums steht der Bau eines stilisierten "Absetzers" als Bauwerk der Tagebaufolgelandschaft.

 

2009
Der See-Bühne wird Leben eingehaucht, erste Veranstaltungen wie z.B. Familientag, Einbindung in die Sport- und Integrationswoche der Stadt Eschweiler, Jubiläumskonzert und das Bord- und Weinfest des Kanuclubs, werden veranstaltet.
Im Rahmen des 2. Bauabschnittes werden die Bauarbeiten fortgeführt.

 

Die Zukunft
Kurz- und mittelfristig soll die Attraktivität des Sees durch die Ansiedlung weiterer Baulichkeiten für Gastronomie und Freizeiteinrichtungen maßgebend gesteigert werden. Langfristig soll der Blaustein-See in den neu entstehenden Landschaftspark Eschweiler/Inden eingebettet werden. Ziel des Projektes ist es, einen Landschaftspark auf der gesamten rekultivierten Fläche des Tagebaus Inden unter dem Thema "Wasser" zusammenzufassen. Vorbild für dieses Projekt ist das westlich von Köln befindliche rekultivierte Gebiet Kottenforst-Ville.